teltarif.de hat von der T-Mobile-Pressestelle endlich Fakten zu den Plänen des Netzbetreibers in Sachen Tethering und VoIP erfahren.
Die Option Modem-Nutzung, so die offizielle Bezeichnung für das Tethering-Angebot, wird in allen Combi- und Complete-Tarifen 19,95 Euro zusätzliche monatliche Grundgebühr kosten. Dafür bekommen die Kunden nicht nur die Erlaubnis, das in ihrem Tarif enthaltene Datenpaket bzw. die mobile Internet-Flatrate neben dem Smartphone auch am Netbook oder Laptop zu nutzen. In der Option ist außerdem 3 GB zusätzliches Datenübertragungsvolumen enthalten.
Nach den Informationen des Göttinger Branchendienstes
bekommen iPhone-Nutzer das Tethering-Profil automatisch überspielt, wenn sie ihr iPhone mit der iTunes-Software auf dem PC oder Mac synchronisieren. Dabei erfolgt die Überspielung des Profils – sobald dieses verfügbar ist – für alle iPhone-Kunden von T-Mobile – unabhängig davon, ob sie die Option Modem-Nutzung gebucht haben oder nicht.
Obwohl T-Mobile somit für alle iPhone-Kunden die technischen Voraussetzungen zur Modem-Nutzung schafft, ist es ohne gebuchte Option in den aktuellen Tarifen nicht gestattet, das iPhone als Netbook- oder Laptop-Modem zu nutzen. Anders sieht es für Kunden aus, die noch einen Complete-Tarif der ersten Generation haben. Hier ist seit Juli 2008 auch die Modem-Nutzung gestattet. Das gilt auch für Tethering, wie die Pressestelle bestätigte.
Auch für Internet-Telefonie (VoIP) will T-Mobile künftig Geld verlangen.
Wie erwartet liegen die zusätzlichen monatlichen Grundpreise für die VoIP-Option in den Tarifen Combi Relax 1200, Combi Flat L, Complete 1200 und Complete L bei 9,95 Euro. In den anderen Combi- und Complete-Tarifen werden 14,95 Euro Zusatz-Gebühr pro Monat berechnet. Dafür bekommen die Kunden nicht nur die Freigabe zur VoIP-Nutzung. Das bei der Internet-Telefonie anfallende Datenvolumen wird zusätzlich zum Preis für die Option Internet-Telefonie berechnet bzw. vom Inklusivvolumen des zum Sprachtarif gehörenden Datenpakets abgezogen.
Und den Nutzern, die dafür nicht extra zahlen, den Zugriff auf VoIP technisch verwehren.
Für Kunden, die die Option Internet-Telefonie nicht gebucht haben, wird VoIP künftig technisch gesperrt, wie die Pressestelle der Telekom-Mobilfunktochter gegenüber teltarif.de erklärte. Offen ist, ob von der Sperre lediglich Provider betroffen sind, die das weit verbreitete SIP-Protokoll nutzen, oder ob auch Dienste wie Skype blockiert werden. Ebenfalls offen ist die Frage, ob der Netzbetreiber möglicherweise im gleichen Atemzug auch Instant Messaging für Kunden sperrt, die nicht die entsprechende Option gebucht haben oder keinen Tarif nutzen, bei dem der Handy-Chat inklusive ist.
Und was die Vermarktung der neuen Optionen betrifft, gilt laut teltarif.de:
Die neuen Optionen haben eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten. Danach können die Features unabhängig vom Hauptvertrag wieder gekündigt werden. Gebucht werden können die Angebote – sobald sie verfügbar sind – über die T-Mobile-Hotline und in den Telekom-Shops. Dabei werden Kunden aber offenbar nur auf Nachfrage bedient, eine aktive Vermarktung ist nämlich nicht geplant.
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