Apple schreibt eben:
Apple® today announced that developers have created over 100,000 apps for the revolutionary App Store, the largest applications store in the world. iPhone® and iPod touch® customers in 77 countries can choose from an incredible range of apps in 20 categories, including games, business, news, sports, health, reference and travel. App Store users have downloaded well over two billion apps, continuing to make it the world’s most popular applications store.
Das ist schön für Apple. Dumm nur, dass je mehr Apps im Store stehen, das Auffinden jeder einzelnen immer schwieriger wird. Da nützt auch das hier
Apple continues to improve search and discovery with new features including Genius for Apps, App Store Essentials selections, sub category listings and more valuable customer reviews.
bislang wenig, leider. Apple muss sich da was einfallen lassen, wenn der Store auf Dauer ein Erfolg sein soll. Auf der anderen Seite macht die Meldung deutlich, wie weit Apple der App-Store-Konkurrenz mit seinem Entwickler-Ökosystem bereits enteilt ist.
Gedeon Maheux, Mitbegründer der virtuellen Pixelpusher-Firma Iconfactory (“Twitterrific“, “Frenzic“, “Ramp Champ“), klagt in einem aktuellen Blog-Eintrag sein Leid über den App Store aus Sicht eines iPhone-Entwicklers:
Since it first launched in July of 2008, the App Store has been evolving and changing to suit the needs of both Apple and consumers. Unfortunately for developers many of these changes have hurt more than they have helped.
Ich finde das Stück sehr lesenswert. Nicht zuletzt für all jene, die selbst davon träumen, unter die iPhone-Entwickler zu gehen.

Kleiner Hinweis in eigener Sache: Die mobile Version der Computerwoche, erreichbar über m.computerwoche.de, hat jetzt für iPhone-Nutzer einen eigenen App Store. Den haben wir in Kooperation mit unserem Partner Apprupt aus Hamburg realisiert. Der Store enthält ausgewählte Anwendungen, die bei Gefallen dann aber ganz regulär bei Apple gekauft werden. Ruhig mal ausprobieren — und wir freuen uns über Anregungen und Feedback.


Ich mache es schon auch ungefähr so wie Taptivate und schmeiße alle Apps wieder runter von meinem iPhone 3GS, die ich bei realistischer Betrachtung nicht mehr brauche. Außerdem versuche ich tunlichst, thematisch zusammengehörige Programme auch dicht beieinander zu halten. Den derzeitigen Erfolg dieser Bemühungen seht ihr oben (Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern).
Ich ganz persönlich lasse den Home-Bildschirm und das Dock immer so bestückt wie im Auslieferungszustand. Das ist natürlich Ansichts- und Gewohnheitssache.
Apple schreibt:
Apple hat heute bekanntgegeben, dass innerhalb nur eines Jahres mehr als anderthalb Milliarden Programme aus dem revolutionären App Store, dem weltweit größten Store für Anwendungen, von Kunden heruntergeladen worden sind. Mit aktuell über 65.000 verfügbaren Anwendungen und mehr als 100.000 registrierten Entwicklern im iPhone Developer Programm wächst der App Store mit einer unglaublichen Geschwindigkeit.
“So etwas wie den App Store hat es vorher in der Industrie noch nie gegeben – weder in Quantität noch in Qualität,” sagt Steve Jobs, CEO von Apple. “Über 1,5 Milliarden heruntergeladene Anwendungen werden es anderen sehr schwer machen aufzuholen.”
Das stimmt wohl. Auch wenn Andrew Bud, Chairman des Mobile Entertainment Forum, dem “Mobile Marketing Magazine” neulich gesagt hat:
I believe Nokia’s Ovi store will be far more significant. With the App Store, you can reach 2% of the population; the Ovi store can reach something like 40%. One is a nice boutique, the other is Tesco.
Das stimmt auch. Nur kriegt Nokia es nicht gebacken (bis jetzt).
* after App Store
Craig Hockenberry von der Iconfactory hat ein sehr schönes Stück zum Status Quo des App Store verfasst, der ja gerade seinen ersten Geburtstag gefeiert hat (unglaublich — kommt mir schon vor wie eine kleine Ewigkeit). Craig, der unter anderem maßgeblich den Twitter-Client Twitterrific mitentwickelt hat, schreibt:
Building the App Store using the iTunes infrastructure was a brilliant move on Apple’s part. It allowed them to sell software to millions of users with a minimal amount of development. Look at it this way: would you rather have lost the first 6 months of revenue while waiting for Apple to perfect the system used to deliver our applications?
But now iTunes presents problems for both Apple and third party developers because of this simple fact: software is not music.
Der lesenswerte Rest steht hier bei furbo.org.
Erstens: Seit ich das iPhone benutze, kam mir bislang ausnahmslos JEDES andere neue Mobiltelefon mehr oder weniger sch***e vor. Punkt. Das größte Aufholpotenzial billige ich persönlich derzeit Android zu. RIM sucht verzweifelt nach seinem Mojo, von Windows Mobile wird nur ActiveSync bleiben und Symbian hat es auch hinter sich.
Und das hier hatte ich gestern Abend schon getwittert, wollte es hier aber auch noch mal erwähnen:


Apple vermeldet über eine Milliarde Downloads aus dem App Store in nur neun Monaten. Da muss die Konkurrenz eine Menge nachholen…
Es muss wirklich nervig sein, wenn man ein Update bei Apple eingereicht hat und dann Däumchen drehen muss, bis die neue Version dann irgendwann mal im App Store freigegeben ist.
I’m far more likely to get 15 one-star reviews when something goes wrong than I am to get 15 five-star reviews when everything goes right. Perhaps it’s just frustration speaking here, but when Apple ties my hands behind my back and lets users punch me publicly in the face without allowing me to at least respond back, it’s hard to get excited about building an app.
Und hier steht das ganze Drama.

Das Geld, dass man am Samstag für teure Blumen ausgeben muss (wegen der internationalen Floristenverschwörung zum Valentinstag), lässt sich dank appsforsale.de möglicherweise im App Store wieder reinholen. Hoffentlich machen ein paar gute Leute mit.
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