
Zum Start erstmal ein paar Informationen zur Sachlage. Erstens: Ich zahle meine Handyrechnung selber, sprich privat. Darum bin ich seit dem Frühjahr Kunde bei simyo. Für mich genau das Richtige. Ich telefoniere nicht so viel mobil, versende dafür ordentlich viele Textnachrichten (SMS) und surfe ein bisschen mobil. Meine letzten Handys waren ein Xda neo von O2 (das war der letzte Carrier, dem ich eine Grundgebühr in den Rachen geworfen habe, zu zugegeben passablen Pressekonditionen) mit schnarchlangsamem Windows Mobile und ein Nokia E50. Damit telefoniert jetzt die Kollegin, mit der ich das Büro teile.
Ich selber habe seit einem guten Vierteljahr jetzt das E65. Symbian mit S60 3rd Edition, UMTS, Wi-Fi, Slider. Ein schönes Business-Telefon, dessen Features ich nur teilweise nutze. Zum Beispiel greife ich damit nicht die E-Mails aus der Firma ab. Es reicht mir gerade so, was mich auf dem PC im Büro und dem Mac daheim überflutet. Zwischen 350 und 450 Mails am Tag, bin ja schließlich/leider Nachrichtenmann. Die Inbox ist bereits nach zwei Wochen Urlaub schlicht ein Albtraum. Ich archiviere rein gar nichts, mache jeden Abend ratzeputz. Was wirklich wichtig ist, wird ausgedruckt.
Ein iPhone hatte ich bereits Anfang Juli in den Fingern, dank der Kollegen von MacWorld auf der anderen Seite des großen Teiches. Das User Interface ist phantastisch, unglaublich intuitiv und “snappy”. Kleinigkeiten wie die fehlende Suche über das Adressbuch sind allerdings schwach (wahrscheinlich möchte Apple, dass jeder in aller Öffentlichkeit das tolle Finger-Scrolling demonstriert), und die technische Ausstattung bestenfalls zweite Wahl. Das schlimmste aber ist der Simlock mitsamt den teuren Tarifen von T-Mobile und deren pikantem Kleingedruckten. Was die Öffnung für Third-Party-Software angeht, ist ja zumindest Besserung in Sicht.
Ansonsten bin ich erklärter (wenn auch nicht dogmatischer) Apple-Fan. Das Reality Distortion Field von Herrn Jobs wirkt bei mir also zumindest in Teilen. Ich bin nun vor allem gespannt, ob ein längerer Test des iPhone mich ganz persönlich kurzfristig davon überzeugen kann, mir doch eines zuzulegen, oder ob ich lieber beim Status Quo bleibe. Längerfristig kann man im Mobilfunkmarkt sowieso nicht planen, weil die Weiterentwicklung dafür viel zu schnell verläuft. Finde ich zumindest.
Ich hoffe, dass ich mit meinen Erfahrungen hier zumindest dem ein oder anderen helfen kann, eine Entscheidung pro oder contra iPhone zu fällen. Wenn Sie Fragen haben, die man eigentlich nur mit einem iPhone in der Tasche oder Hand beantworten kann, dann stellen Sie sie mir einfach. An tcloer[at]computerwoche.de. Ich werde sehen, was ich für Sie tun kann.
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